Erlebnisse, Träume, Erinnerungen - Einfach ich

08. August 2012

 

Liebe Freundinnen und Freunde..


Nach langer Überlegung habe ich mich entschlossen, ein paar kleine Änderungen anzukündigen:

- Ich werde keine Textproben mehr auf Youtube hochladen, weil mir der Aufwand zu groß wird. Mein Rechner ist ziemlich alt und war nie der beste und es kostet mir zu viel Bearbeitungszeit, diese Textproben aufzunehmen, zu schneiden, zu komprimieren und hochzuladen. Buchvorstellungen werden unregelmäßig hochgeladen, je nachdem, wie ich zum Lesen komme.

- Ich werde es nicht schaffen, mit "Ninas Symphonie" weitere Buchlesungen zu machen. Ich hatte einen Zettel, auf dem ich mir Namen und Adressen notiert hatte, wo ich gern lesen wollte. Es war eine Liste mit über 10 Terminen, aber ich weiß einfach nicht, wann ich die unterbringen soll. Ich kann auf Arbeit nicht einfach sagen: "So, an den 10 Tagen brauch ich frei!"..

- Es wird in nächster Zeit kein neues Buch von mir geben. Immer, wenn ich mich vor mein Manuskript setzte, fallen m

ir andere Sachen ein, die ich unbedingt noch machen wollte und mein Laptop steht 2 Stunden unbenutzt da. Derzeit schaffe ich ungefähr 2 Sätze pro Woche (!!!), mein Kopf ist einfach zu voll und ich muss abwarten, bis ich meine Gedanken wieder sammeln kann. Erst dann wird es neuen Stoff geben. Für die Leute, die sich möglicherweise drauf gefreut haben, tut es mir leid.

Ich brauch ein bisschen Zeit für mich selbst, für mein Seelenwohl. Das Schreiben hilft mir derzeit nicht dabei. Ich sehe nur, wie die Stunden an mir vorbei rasen und schon ist wieder der nächste Tag.

 

Gut, ich glaube das war's..

Eure Nicky

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27. Juli 2012

 

Kurzurlaub Prag 24. Juli bis 26. Juli 2012 – ein kleiner großer Reisebericht

 

Alles war perfekt geplant – schon seit Monaten. Wir hatten sowohl das Hotel bebucht als auch ein Onlineticket der Deutschen Bahn in den Händen, natürlich mit Sitzplatzreservierung. Und daran sollte es auch nicht scheitern. Auf der Hinreise ging alles gut, erst von Borna ganz normal nach Leipzig HBF und von da aus in den ICE nach Dresden HBF. Keine Verspätung, freundliches Personal. Es konnte gern so bleiben. Der EC nach Prag war gut gefüllt, genauso wie das Abteil, in dem wir schon einen ersten Einblick in die große weite fremde Welt bekamen. Immerhin saßen wir neben zwei Holländerinnen und einen Vater mit seiner Tochter (beide schon etwas älter), deren Herkunft wir nicht herausfanden. Keiner verstand den anderen, obwohl der Herr Deutsch und Englisch sprach. Über zwei Stunden verbrachten wir in diesem Zug, ohne dass irgendetwas Nennenswertes geschah.

In Prag war es dann so warm, wie ich schon vorher auf Wetter.de gesehen hatte. Schwül, drückend, sonnig. Wir waren bestens gelaunt, hatten genug Geld dabei und mussten nur noch herausfinden, wie wir zum Hotel kommen. Auf dem Buchungsbeleg standen vier Verbindungen – zwei mit der Tram, eine mit dem Bus und eine mit der U-Bahn. Wir entschieden uns für die U-Bahn, fanden allerdings den Eingang nicht. Wir schwenkten um zur Straßenbahn, hatten aber nicht genug Kleingeld. Sicher, wir hätten zurück zum Bahnhof gehen können, der nicht weit entfernt war, aber die Sonne hatte scheinbar unser Gehirn zerfließen lassen. Unser nächster Plan: Wir nehmen ein Taxi. Gesagt, getan und die ersten Sprachprobleme stellten sich ein. Mein Englisch hatte keine Lust, sich zu zeigen. Wahrscheinlich auch wegen des Wetters. Die Kommunikation bestand aus: Zettel mit Adresse zeigen => „Ok“; „700 Kronen“ => „Euro?“ => brabbel, brabbel. Ich verstand die Antwort nicht ganz, da der Mann nur gebrochen Englisch sprach und vermutete, dass es sich um 13Euro handeln musste. Kein Problem, da wir 70Euro in Scheinen einstecken hatten (+50 bei mir). Das Taxi war eine Schrottkarre, wie sich herausstellte. Als ich zur Beifahrertür einstieg und die Tür schloss, ging diese prompt wieder auf. Deutsche Türen schließen sich nicht mit Gefühl, diese allerdings schon. Nun, der Fahrer hat mich wohl sofort als gewalttätig eingestuft und kein Wort mehr geredet. Er raste durch die Innenstadt, vorbei an einer großen blauen Wechselstube, überholte einen Transporter und an der Ampel quietschte etwas nervenzerreißend. Ich vermutete, dass es der alte Transporter hinter uns war und achtete nicht darauf. Stattdessen suchte ich eine Geldanzeige im Auto .. Es gab leider keine. Schade. Im Kopf rechnete ich nach, wie viel 700 Kronen sind und überschlug auf 28 .. Was bitte? Hatte er vorhin wirklich 30Euro gesagt?! Egal, der musste sich geirrt haben. Die nächste Ampel kam, der Transporter war abgebogen und wieder quietschte es unter uns. Ja, unser wunderbares Taxi machte diese Geräusche. Es klang, als würden wir auf den nächsten 100 Metern entweder auseinanderbrechen oder explodieren. Ich hielt mich am Fenster fest, das weit geöffnet war und fing an zu beten. (Ich bin Atheist.) Die Straße hatte jede Menge Schlaglöcher und unser Fahrer fuhr schnell – zu schnell, wie ich fand. Bei jedem Huckel schloss ich die Augen, aber irgendwie passierte nichts außer rumpeln und quietschen. Nach ein paar Minuten schon waren wir am Hotel, bezahlten unsere 30Euro (!!!!!!!!) und waren endlich da.

Das Hotel Step hat 4 Sterne und sieht von außen und innen wirklich schön aus. Ein internationales Hotel mit drei oder vier schicken Restaurants. An der Rezeption checkten wir auf Englisch ein, nur um dann, als wir auf den Lift warteten, zu merken, dass die Angestellten Deutsch sprachen. Okay, wir merkten uns das für später. Unser Zimmer trug die Nummer 324, im vierten Stock gelegen. Es war klein, aber zufrieden stellend sauber. Was uns wunderte, war ein drittes kleines Bett im Raum, das vor einer Balkontür stand. Wir hatten weder Balkon, noch eine dritte Aufbettung bestellt, aber da sich am Preis nichts geändert hatte, nahmen wir das einfach so hin. Um das Licht anzumachen, mussten wir eine unserer Schlüsselkarten in einen Schlitz im Zimmer stecken. Kein Problem, wenn wir nur nicht immer vergessen würden, dass kurze Zeit später das Licht ausgehen würde. Im Bad gab es zwei Schalter, einen für das Licht und einen für die Lüftung, wobei der Lüftungsschalter mit einem rotleuchtenden Quadrat versehen war. Es kam also, wie es kommen musste: IMMER, wenn wir ins Bad gegangen sind, stellten wir die Lüftung an und wunderten uns, warum das Licht nicht anging. Die ganzen drei Tage sollte das unseren Urlaub begleiten.

Von der langen Anfahrt ausgehungert, suchten wir das hoteleigene Café und Restaurant Bohémia auf, wo uns sofort die Eiskarte um die Ohren flog, weil es an diesem Tag furchtbar windig war. Ich konnte das eingeschweißte Blatt Pappe geradeso am Holzgeländer festhalten und klemmte es unter einen Metallenen Tischaufleger. Ein junger, gutaussehender Kellner bediente uns und ich war mutig .. ich bestellte meinen heißgeliebten Apfelsaft. Ich liebe Apfelsaft, aber in Prag war ich mir nicht so sicher, ob man ihn trinken konnte. Der deutsche Apfelsaft hat eine Honigfarbe (der klare, nicht der naturtrübe), dieser allerdings von der Firma Cappy war sehr hell, fast goldfarben und schmeckte absolut lecker! Nachdem unsere Gläser (Meine Mutter hatte Eiskaffee bestellt) da waren, gab er uns die richtigen Speisekarten – wettergeschützt und schwer. Der Wind war so stark, dass meiner Mutter die Lesebrille aus der Hand geweht wurde, die ich aber vor einem Tischfall bewahren konnte. Reflexe sind klasse.

Als wir unser Essen bestellten (Spagetti Carbonara für mich und Goulasch mit Knödeln für meine Mutter), wollte sie einen Kamillentee trinken. Er Kellner überzeugte uns mit geringen Deutschkenntnissen. Er schlug sich wahnsinnig gut und ich schloss ihn sofort in mein Herz, als er aus der Küche zurückkam und uns mitteilte: „Tut mir leid, wir habe leider keine Kamil .. Kamile“ Ich: „Kamillentee?“ Er: „Kamiltee, genau“ .. Es war so niedlich. Wir fragten nach anderem Kräutertee, aber auch der wäre aus. Er habe nur Schwarztee, Grüntee und Früchtetee. „Ich nehm eine Sprite!“, rief meine Mutter aus. Er sagte „Okay –Sprite is a good Tea“ und wir lachten alle drei. Wenn dieser Text mit einer Kamera ausgestattet wäre, würde man mich jetzt breit grinsen sehen bei der Erinnerung an diesen Kellner. Unser Essen schmeckte wunderbar. Es war mein „erstes Mal“ mit Spagetti Carbonara, weil ich immer Skeptisch gegenüber der Mischung Ei, Speck und Sahne war. Dieser Teller (na ja, leider waren die Nudeln schon kalt .. ) hat mich eines besseren belehrt. Leider kassierte uns später ein anderer älterer Kellner ab, sodass wir ihm kein Trinkgeld gaben. Unser Schnucki hätte 3Euro bekommen für seine niedlichen Versuche, deutsch mit uns zu sprechen. Leider haben wir ihn an den folgenden Tagen nicht mehr gesehen.

Nach dem Essen hatten wir neue Kräfte gesammelt und beschlossen, Zivilisation zu suchen. Wir waren uns einig, dass es auch in diesem eher außerhalb gelegenen Stadtteil (Praha 9) Geschäfte geben müsste. Es war immer noch brennend heiß, also suchten wir einfach nur einen Park, um unsere Beine hochzulegen und die Sonne zu genießen. Der erste Weg führte allerdings nur zu einer Gartenanlage. Der zweite Weg zu baufälligen Häusern. Wir bekamen Durst und unsere Füße schmerzten schon nach einer halben Stunde laufen. Deswegen beschlossen wir, in einem kleinen Lebensmittelgeschäft etwas zum Trinken zu kaufen und dann zurück zum Hotel zu gehen – die Stadt konnten und wollten wir ohnehin erst am zweiten Tage besichtigen. Das Lebensmittelgeschäft war winzig. Ein Regal in der Mitte und an der Seite alles vollgestellt, sodass wir kaum laufen konnten. Mittlerweile wissen wir, dass wir die Cola hätten mitnehmen sollen, aber da ich ein Fan von Säften bin, nahmen wir eine Flasche mit Früchten mit. Der Verkäufer sprach kein Wort mit uns und sah wahnsinnig gelangweilt aus. Was solls – wir hatten endlich eine Falsche Multivitaminsaft …… Kaum aus dem Laden raus, öffente ich die Flasche und nahm einen kräftigen Schluck. Ja, kräftig war das richtige Wort. Meine Kehle brannte sofort, als ich panisch hinterschluckte. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich realisierte, was wir überhaupt gekauft hatten. Dennoch gab ich die Falsche wortlos an meine Mutter weiter. Nur mein verzerrtes Gesicht gab ihr Auskunft, dass sie lieber nicht so viel davon kosten sollte. Sie nahm einen kleinen Schluck und drehte sich mit einem laut „Bäh“-Laut zu mir um. Ich grinste nur, meine Kehle brannte immer noch und sagte dann: „Jep, es ist Sirup“. Schnell liefen wir ins Hotel, zurück ins Zimmer, gossen unsechtes Prager Leitungswasser in bereitgestellte Gläser und verdünnten unseren Multivitaminsirup darin. Ja, so schmeckte er wunderbar.

Halbtot fielen wir ins Bett.

Am nächsten Morgen fühlten wir uns wie gerädert. Wir hatten unruhig geschlafen und die Wände waren nicht sehr dick, die ersten Gäste standen natürlich vor uns auf und ich hörte jede Konversation aus den Nebenzimmern. Halb neun standen wir auf und machten uns frisch – natürlich nicht, ohne uns zu wundern, warum das Licht nicht anging. Wir hatten am Abend zuvor die Karte aus dem Stromschlitz genommen. Um neun gingen wir schließlich zum Frühstücksbuffet, das sehr abwechslungsreich war. Der Kakao schmeckte wunderbar sahnig. Meine Mutter brauchte etwas länger als ich, deswegen beschloss ich, schon mal in das Souvenirgeschäft zu schauen, weil ich ihr etwas zum Geburtstag kaufen wollte. Ich entschied mich für ein kleines Taschenbuch mit Sehenswürdigkeiten von Prag, weil mir irgendwie schon klar war, dass wir nicht viel davon finden würden. Hehehehe…….. Der Herr wurde mein bester Freund in Prag, er verstand geringfügig Englisch und mein erster Besuch lief mal wieder ganz ohne Kommunikation ab. Dafür aber mit viel lächeln und winken. Ich holte meine Mutter vom Speiseraum ab, damit wir ins Zimmer gehen und unsere Sachen schnappen konnten. Oben merkten wir, dass wir eine der Schlüsselkarten verloren hatten. Wir suchten die ganze Treppe ab (ich war mit dem Fahrstuhl gefahren und sie gelaufen) und auch den Speisesaal, fanden sie allerdings nicht wieder. Der Mann an der Rezeption gab uns sofort eine neue, ohne dass wir beschuldigt wurden. Offenbar kam so was öfter vor. Beruhigt gingen wir nach oben, schrieben unsere Postkarten, und dann zurück zur Rezeption, damit wir nicht wieder herumirren mussten. Der Mitarbeiter gab uns eine kleine Karte, auf der er den Weg zur U-Bahnstation mit einem Kuli markierte. Diesmal würde alles gut gehen – sogar genug Kleingeld hatten wir dabei!

Zumindest dachten wir das. Ich suchte die Straßen nach den Namen ab, die auf der Minikarte standen. Eine davon fand ich – alle anderen jedoch nicht. Wir bogen da ab, wo wir die Nebenstraße zur U-Bahn vermuteten, landeten allerdings in einer Sackgasse. Meine Mutter wollte, dass ich einen jungen Mann nach dem Weg frage, der halbnackt (also Oberkörperfrei) an seinem Auto stand und mich vorher schon angegrinst hatte. Aber ich traute mich nicht. Ich war der Meinung, dass wir uns schon genug blamiert hatten. Wir entschlossen uns, in die Innenstadt zu laufen, weil wir die Richtung kannten, in die wir gehen mussten. Es war ein langer Weg, vorbei am Lebensmittelgeschäft vom Vortag, vorbei an einer Bushaltestelle …. Moment, wir hatten doch Kleingeld. Wir konnten mit dem Bus fahren! Gesagt, getan. Ich kontrollierte die Haltestellen an einem tollen, unübersichtlichen Fahrplan und war mir sicher, dass wir an der Haltestelle „Halvní“ oder so ähnlich aussteigen mussten. Zehn Minuten später fuhr der Bus an. Ich fragte den Fahrer: „Main station?“, aber er zeigte nur auf ein Schild mit den Preisen. Im Kopf überschlug ich, ob wir genug Kleingeld dabei hatten und fummelte in meiner Tasche herum, während meine Mutter fluchtartig den Bus verließ. Ich hätte sie dafür köpfen können und ging fluchend hinter ihr her. Dann sagte ich ihr, dass wir mit dem Bus hätten fahren können, ich aber mein Geld nicht schnell genug zücken konnte, weil sie schon rausgegangen war.

Also doch laufen. An der nächstgelegenen Tankstelle fragten wir auf Englisch nach dem Weg und kauften mir eine Schachtel Chesterfield, die ich glücklich entgegennahm. Als wir raus waren, rechnete ich nach und merkte, dass ich nur 3Euro für eine 20er Packung bezahlt hatte. Deswegen nahm ich mir vor, auf dem Rückweg noch mal vorbei zu schauen und mir ein paar mehr zu kaufen. Immerhin konnte ich dort 2Euro sparen im Vergleich zu Deutschland.

Nach einem laaaaaaaaaaaaaaaangen Weg geradeaus gelangten wir auf die Straße, die noch mal so lang war wie unser Weg vorher, aber ganz sicher in die Innenstadt führen musste. Weil wir hungrig wurden, kauften wir in einem etwas größeren Geschäft Kekse und Hörnchen. Die Kekse waren von der Marke „BeBe“ mit Kakaogeschmack und richtig richtig RICHTIG lecker. Sie schmeckten wie selbstgebacken. Glücklich setzten wir unseren Marsch fort. Viel zu viele Wege in Prag – zumindest für uns. Ich war froh, als wir einen Stadtkartenaushang fanden. Es dauerte fünf Minuten, bis ich unseren Standort herausbekommen hatte. Trotzdem hatte ich keine Ahnung, in welche Richtung wir mussten und es kam mir vor, als wären es immer noch MEILEN bis zur Innenstadt. Verzweifelt schaute ich nach links und rechts, zoffte mich in aller Ruhe mit meiner Mutter, die genauso wenig wusste, wo wir waren und plötzlich fiel mir ein blaues Gebäude auf. Erinnert ihr euch daran, dass unser Taxi an einer Wechselstube vorbeigebrettert ist? DA WAR SIE! Der Bahnhof war genau dahinter. Ich stieß ein hysterisches Lachen aus.

Der Rest der Innenstadt war leicht zu finden, immer geradeaus. Sogar an einem Postamt kamen wir vorbei, vor dem Briefkästen in entweder grüner oder korallenroter Farbe standen. Sicher sind wir uns nicht mehr, aber ich bleib dabei: Es war zu 90% ein Rot-ton!

Da meine Blase drückte, sind wir im S-Bahnhof auf eine Toilette gegangen, die wahnsinnig baufällig aussah. An der Tür stand: 5 Kronen oder 50Cent pro Person. Totale Abzocke. 5 Kronen würden ungefähr 25Cent entsprechen. Zum Glück hatten wir Kleingeld dabei. Auf dem Klo merkten wir, dass es kein Toilettenpapier gab. ZUM GLÜCK HATTEN WIR TASCHENTÜCHER DABEI! Jaaa, das Glück war an diesem Tag auf unserer Seite. Nach dem Händewaschen sahen wir, dass es das Toilettenpapier an der Tür gab.

Nach einer kurzen Rast haben wir uns die alten Gebäude in der Nähe des Markes näher angesehen. Wunderschön, auch wenn wir nirgends rein gegangen sind. Natürlich hab ich mir keinen der Namen gemerkt, geschweige denn aufgeschrieben. Schade für euch, dumm von mir. Tut mir leid. Zum Mittagessen waren wir in einem kleinen Restaurant, wo man Deutsch verstanden hat. Meine Mutter nahm Spagetti Bolognese und ich ein riesiges Schinken-Käse Sandwich, das ich (wie soll es auch anders sein) nicht geschafft habe. Anschließend haben wir gefragt, wo das nächste größere Buchgeschäft ist, weil ich mir gern ein Englisches Buch aus Prag mitnehmen wollte. Man schickte uns ins Palladium. Ein großes Einkaufszentrum, ähnlich Karstadt oder Galeria Kaufhof. Mehrere Etagen mit Läden und einer davon war tatsächlich ein Buchladen. Ich kaufte mir „The Hunger Games“ von Suzanne Collins, weil ich von diesem Buch schon gehört hatte. Der Tag ging schneller rum als wir gedacht hatten, also ging es auf gleichem Wege wieder zurück. Und die Stecke zog sich wahnsinnig in die Länge, weil wir noch ein paar Andenken gekauft hatten. Zwei Taschen (wie auf dem Hinweg) und drei Einkaufstüten können auf einem Fußmarsch von schätzungsweise vier Kilometern wahnsinnig schwer werden.

Bevor uns die Kraft ganz verließ besuchten wir allerdings noch die Tankstelle, die auf der anderen Seite der Straße lag. Gegenüber der, wo wir nach dem Weg gefragt hatten. Großer Fehler. Zwei Frauen standen darin und beide haben weder Deutsch noch Englisch verstanden. Es dauerte zehn Minuten, bis ich um 3 weitere Schachteln günstige Chesterfield blue reicher war. Meine Mutter hatte sich ein Erdbeerwassereis mit Joghurtüberzug gekauft, das wir auf den letzten hundert Metern genüsslich verspeisten.

Ich konnte mir nicht verkneifen, den Rezeptionisten böse anzugucken, als wir zum Fahrstuhl gingen. Er konnte zwar nichts dafür, dass wir den Weg zur U-Bahn nicht gefunden hatten, aber das war es mir wert. Im Zimmer fanden wir heraus, dass wir die Hoteleigenen Handtücher aus dem Bad nicht mit in den Wellnessbereich nehmen durften. Das war ein Problem, denn wir hatten keine eigenen eingepackt. Zwei Etagen tiefer sagte man uns, dass der Pool und die Saunen ein Stockwerk unter der Rezeption lagen. Der Weg nach unten war eine Qual für unsere geschändeten Füße, aber wir meisterten ihn tapfer und ich konnte meinem besten Freund – dem Souvenirverkäufer – von weitem zuwinken, worüber er sich sehr freute. Die Frau vom Poolbereich teilte uns mit, dass wir 10Euro Pfand für die notwendigen Badebändchen bezahlen müssen. Leider hatten wir kein Geld eingepackt. Außerdem fragte ich nach Handtüchern und sie sagte wieder: „10 Euro is it“. Mürrisch traten wir den Rückweg zum Zimmer an, um unser Geld zu holen. Als ob wir nicht schon genug gelaufen wären…. Am Schalter stellte sich heraus, dass wir insgesamt nur 10Euro abgeben mussten und die Handtücher schon da mit drin waren. Super.

Wir bekamen die Bändchen mit den Spintnummern 203 und 365 .. Nur gab es im Umkleideraum keine Zahl, die höher war als 250, sodass wir uns meinen Spint teilen mussten. Die 365 haben wir auch auf dem Rückweg nicht gesehen. Mysteriös! Rein in die Badeklamotten und ab in den Pool. Wir entspannten uns endlich von dem rumgelatsche des Tages, was unendlich gut tat. Hinter dem Wirlpool gab es eine Aufschrift „Salty Water Steambath“. Ein Salzwasserbecken? – so dachten wir. Mein Englisch hatte sich mal wieder von mir verabschiedet. Es handelte sich natürlich um ein Saltwasserdampfbad, in dem es wärmer war als in jeder Sauna. Nach nicht mal einer Minute war ich durchgeschwitzt wie nach einem Marathonlauf im prallen Sonnenschein. Deswegen ging ich wieder hinaus, während meine Mutter noch kurz drinnen bleiben wollte. Ich wartete zwei Meter neben der Glastür, genau gegenüber der offenen Duschen, die ich auch benutzt hatte. Nach kurzer Zeit kam ein junger Mann – natürlich nackt – aus dem Dampfbad und spülte sich mit kaltem Wasser ab. Die Geräusche, die er dabei machte, erinnerten mich aber eher an einen Softporno. Komisch, dass er mich so schräg angegrinst hat, als er aus der Dusche kam…

Schließlich machten wir uns auf den Weg in die richtige Sauna. Eine lange Treppe führte zu einer kleinen Bar, wo sich die Saunagänger etwas zu trinken holen konnten. Da wir unser Geld im Spint gelassen hatten, galt das Angebot nicht für uns, obwohl wir mal wieder durstig waren. Stattdessen setzten wir uns 50-60°C Hitze in der finnischen Sauna aus. Ich liebe diese Art von Sauna, weil es darin immer auf abstrakte Weise nach Schinken riecht. Leider konnten wir nicht lange drinnen bleiben, weil uns nach dem Dampfwasserbad ohnehin schon heiß war. Die Luft brannte mir in der Nase, deswegen schlug ich vor, dass wieder lieber wieder rausgehen. Direkt daneben befand sich die tropische Sauna mit nur 35-45°C. Das war genau unser Geschmack. Es roch nach Orangen und Limetten, obwohl im Wasserbecken über dem Aufgussding nur Zitronenscheiben lagen. Es war weder zu warm noch zu kalt – logischerweise. Hier drinnen hielten wir es ungefähr eine Viertelstunde aus. Beim Abduschen konnte ich mal wieder nackten jungen Männern bei orgastischen Geräuschen zuhören. Ein Traum…

Anschließend ging es ein paar Minuten in den Ruheraum zum Abkühlen. Da schon fast zwei Stunden vergangen waren und uns der Hunger überfiel, verließen wir danach den Poolbereich. Mein von Resthaarfarbe grauschwarzes Handtuch musste ich zum Glück nicht am Schalter abgeben... Hoffentlich merken die nicht, dass das von meinem Kopf kam, sonst dürfen wir das Handtuch sicher bezahlen.

Diesmal wollten wir zum Abendessen eines der anderen Restaurants ausprobieren und gingen nicht ins Bohémia sondern ins Restaurant Galeria, wo es morgens das Frühstücksbuffet gab. Ab Abend hat man die Auswahl zwischen dem Abendbuffet und dem a la carte - Essen. Wir entschieden uns für das richtige Essen. Bei der Hühnersuppe mit Nudeln und Gemüse waren wir uns einig, danach wollte sie einen Tomaten-Mozarella-Salat und ich lieber etwas Süßes: heiße Waldfrüchte auf Mascarpone-Creme. Beides schmeckte mir sehr, nur meine Mutter war unzufrieden mit dem Salat, weil er zu klein war. Trotzdem wollte sie danach nichts mehr bestellen, weil der Kellner ziemlich unfreundlich zu uns war. Zwischen der Suppe und der Nachspeise ging ich zum Rauchen nach draußen und sah meinen besten Freund erneut, der freudig „Hello!“ zu mir sagte, was ich erwiderte. Sicher hätte er sich mit mir versucht zu unterhalten, wenn ihn nicht ein Anruf davon abgehalten hätte.

Nach dem Essen genehmigten wir uns im Lobbycafé Garden einen alkoholfreien Cocktail, der wunderbar schmeckte. Den Namen habe ich leider vergessen, aber er bestand aus Grenadine, Orangensaft, Maracujasaft und Limette. Da diese Frau an der Bar uns auf Englisch gut verstand (Meine Sprachkenntnisse waren plötzlich wieder da…) und sehr freundlich war, gaben wir ihr 5Euro Trinkgeld.

Auf dem Zimmer kostete ich eines der berühmtesten Tschechischen Biere: Ein Starupramen. Normalerweise trinke ich keinen Alkohol, aber bei meinem Polenaufenthalt letztes Jahr hatte ich auch ein Lech probiert, also war ich der Meinung, in Prag so eine Erinnerung mitnehmen zu müssen. Leider schmeckte es fürchterlich bitter. Das Lech hatte immerhin einen angenehmen Wasser-mit-Erde-Aroma gehabt. Mein Bier schüttete ich nach der Hälfte weg. Stattdessen trank ich dann noch zwei Gläser Multivitaminsirupsaft. Der zweite Tag ging genauso schnell rum wie der erste und erneut fielen wir halbtot ins Bett.

Der dritte Tag begann damit, dass der Kakao mit gegorener Milch zubereiteten worden war. Er roch zum Glück schon in der Tasse intensiv nach Joghurt, sodass ich mir keinen Schluck davon genehmigte sondern auf Orangensaft umschwenkte. Schade. Sehr schade. Da wir schon halb elf auschecken wollten, sagten wir nach dem Frühstück an der Rezeption bescheid, dass wir ein Taxi zum Bahnhof brauchen würden (Dafür hatten wir Extra 30 Euro aufgehoben). Diesmal stand ein anderer Mann hinter der Theke, also war ich freundlich und unser Wunsch wurde natürlich erfüllt. Während meine Mutter ihre letzten Sachen zusammenpackte, ging ich vors Hotel, um eine meiner geliebten Chesterfield zu rauchen und traf ein letztes Mal auf meinen lieben Souvenirverkäufer. Er sagte im Vorbeigehen kurz „Bye“ und ehe ich realisiert hatte, dass er Feierabend machte und ich ihn nicht wieder sehen würde, war er auch schon verschwunden. Leider konnte ich ihm nicht sagen, dass wir abreisen, aber er hat mir von weitem noch ein letztes Mal zugewunken. Adieu, mein Freund!

Bevor wir uns bereitmachten für die Heimreise, ging ich nocheinmal ins Bad, nachdem meine Mutter die Schlüsselkarte aus dem Schlitz geholt hatte und durfte im Dunkeln pinkeln gehen...

Das Taxi erschien viertel vor elf, als wir bereits mit gepackten Koffern/Rucksäcken vorm Hotel saßen. Der Fahrer verstand und sprach gut Englisch, aber wir unterhielten uns trotzdem nicht während der Fahrt. Ich war einfach beruhigt, dass es sich um einen relativ neuen schwarzen BMW-Bus handelte, der keine knallenden oder quietschenden Geräusche machte. Sicher kamen wir am Bahnhof an und mussten dafür gerade mal 16Euro bezahlen. Kleiner Unterschied zwischen 30Euro und 16Euro, oder? Tja, wir lassen uns eben gern verarschen. Ich wollte dem Fahrer 4Euro Trinkgeld geben, aber scheinbar durfte er nicht mehr annehmen, weil das zum Service des Hotels zählt. Oder er hat einfach nicht verstanden, dass er 20Euro von uns haben konnte.

Der erste Weg im Bahnhof führte zum Informationsschalter, weil auf unserem Onlineticket nicht stand, von welchem Gleis unser Zug abfahren würde. Leider konnte man uns das eine Stunde vorher noch nicht sagen, wir sollten einfach die Anzeigetafeln im Auge behalten und zehn Minuten vor dem Start müsste dran stehen, von wo wir abfahren. Da wir noch so viel Zeit hatten, gingen wir zu einem Bäcker, um uns ein belegtes Brötchen zu holen. Der, den wir fanden, hatte nur Pizzaecken, aber auch das war uns recht. Leider hatten wir keine Kronen mehr einstecken, deswegen fragte ich, ob wir mit Euro bezahlen könnten. Sie sagte: „Only paper money“ und ich hatte keine Ahnung, was sie damit ausdrücken wollte. Auch jetzt weiß ich es nicht. Wir sind einfach wieder gegangen und haben es an einem anderen Stand probiert, wo wir prompt abgezockt wurden. Wir bezahlten 9Euro für zwei belegte Brote und hinterher beim nachrechnen bemerkte ich, dass wir nur 7Euro hätten bezahlen müssen. Aber okay, was solls, immerhin ist man nur einmal in Prag. Und die Brötchen waren auch verdammt groß.

Eine halbe Stunde, bevor unser Zug fahren sollte, beschloss ich, noch einmal eine Toilette aufzusuchen. Sie lag genau gegenüber der Bahnhofspolizei, keine drei Meter entfernt. Welch Ironiiiiiiiie. Hehehe…

Ein Viertelstunde vor der Abfahrt stand endlich an der Tafel, dass wir zu Gleis 3 müssen. Diesmal saßen wir im Großraum, was viel freier war als auf der Hinfahrt. Kurz vor Dresden haben wir die Basteibrücke gesehen, wo wir letztes Jahr einen kurzen Wellnessurlaub verbracht hatten. Welch angenehmer Zufall!

Der Rest der Rückreise ist nun aber wirklich nicht erwähnenswert und ich denke, dass ich bereits genug geschrieben habe. Ich hoffe, mein kleiner großer Reisebericht hat euch gefallen. Hier noch der wesentlich kürzere Videobericht von Youtube.

 

Bis Bald

Eure Nicky

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Kommentare: 1
  • #1

    Jürgen W. (Samstag, 28 Juli 2012 15:08)

    Ein wohl wahrlich erlebnisreicher und wohl hoffentlich unvergessener Urlaub.
    Ich hatte beim Lesen wahrlich meine Freude.

1. Mai 2012

 

Lesungsimpressionen (vom 23. April)

 

Gestern vor einer Woche fand meine Lesung beim "Durstigen Pegasus" in der Moritzbastei Leipzig statt. Mit dabei waren außerdem Micheal Touma und Eyk Henze (Ed. cetera-Verlag). Da mein Zug zu ungewöhnlichen Zeiten in Leipzig ankommt und ich noch fast eine Stunde Zeit hatte, bevor es losgehen sollte, vertrieb ich mir die Zeit vorher auf einer Bank vor dem Gewandhaus und schickte Elia van Scirouvsky (dem Moderator des Abends) die glohrreiche Nachricht, dass ich wüsste, wo der Eingang zur Lokation ist. Leider deutete er diese sms falsch und dachte, ich wüsste nicht, wo ich hinmuss..... Nach der freudigen Begrüßung sah ich den Raum zum ersten Mal. Es war natürlich noch nicht viel los. In der Zeit des Wartens fielen mir zahlreiche Gefahren für mich und meine Aufregung auf: Lesen sollten wir auf einer kleinen Anhöhe, die sich wunderbar zum Stolpern eignet; die Tische waren eng zusammengestellt, da wenig Platz vorhanden war - also Perfekt, um überall anzuecken; das Mikrophon musste auf meine zarte Stimme eingestellt werden, die scheinbar leiser ist als ich dachte.

So ging die Zeit schnell rum, aber zu Elias Überraschung füllten sich die Reihen erst kurz vor Eröffnung der Veranstaltung. Wir waren froh, dass am Ende doch so viele Leute den Weg zum "Pegasus" gefunden hatten.

 

Dann gings ans Programm. Ich - total verschreckt und ohne Plan im Kopf, was ich nun eigentlich sagen wollte - sollte als erstes lesen. Ungefähr 30 Sekunden, bevor ich das Podium ERKLOMM (ohne zu stolpern), löste sich meine Aufregung in Luft auf und ich dachte mir: "Ach, egal was du jetzt dort oben sagst: Du kannst es eh nicht mehr ändern. Los, gib dir 'nen Ruck". Danach ging alles wie von selbst. Die Sätze, die ich mir zuvor zurechtgelegt hatte, kamen mir wieder in den Kopf. Ich redete, redete, redete und las, ohne darüber nachzudenken.

 

(Foto: Jörg Komarek)

 

Es ging alles gut. Meinen Auftritt hatte ich souverän gemeistert, wie mir Elia hinterher mitteilte.

 

Nach mir las Micheal Touma aus seinen Büchern "Das dünne Buch" und "Lied des Lebens", die sehr interessant klangen. Auch Sinn für Humor zeigt der Autor in seinen Werken. Ein interessanter Mann in meinen Augen.

 

Als letztes Stellte Eyk Henze ein Buch vor, das in seinem Verlag erschienen ist. "XO" nennt sich das ganze und besteht aus ca. 850 losen Seiten. Die Kapitel können scheinbar in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Grandiose Idee, nur leider tritt der Autor Francis Neniks nicht selbst auf.

 

Es war aus meiner Sicht ein wunderbarer Abend, an den ich mich gern zurückerinnere. Meinen Eintrag möchte ich mit einem zweiten Bild meiner Lesung abschließen und wünsche euch allen einen schönen ersten Mai!

 

Eure Nicky

(Foto: Jörg Komarek)

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1. April 2012

 

Lesungsimpressionen

 

Vor zwei Tagen, am Freitag, habe ich die erste Lesung mit meinem Buch "Ninas Symphonie" abgehalten und wenn ich daran zurückdenke, breitet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. Der "Stollen" (ausgebauter Partykeller) des "Glück Auf" fasst ungefähr 22 Personen und 17 Sitzplätze waren besetzt. Das war mehr, als bei meiner ersten Lesung dort im Juni letzten Jahres.

Natürlich war ich total aufgeregt, wie sollte es auch anders sein. Vor einer Gruppe von Personen zu sprechen ist mir schon immer sehr schwer gefallen, auch in der Schule bei Vorträgen. Normalerweise ist mein Kopf dann total leer und ich kann nicht mehr lesen, was ich überhaupt auf meinem Stichpunktzettel stehen habe. Der kalte Schweiß bricht mir aus und ich stottere beim Reden und möchte am Liebsten einfach rausrennen. Diesmal habe ich versucht, das alles zu vergessen und es hat geklappt. Mir wurde klar, dass die Leute nicht da waren, um mich fertig zu machen, sondern um mehr über mich als Autor und über mein Buch zu erfahren. Das hat mir sehr geholfen.

Nur ein paarmal habe ich mich verzettelt und mehr geredet, als ich eigentlich wollte, doch das gehört dazu und macht mich authentischer. Beim Vorlesen ist so gut wie nichts schief gegangen, die Betonung hat hingehauen, ich konnte flüssig lesen - alles gut. Die Leute haben an den Richtigen Stellen gelacht, gelächelt (sogar geweint hat eine Frau .. Da hatte ich ein schlechtes Gewissen.......) oder Fragen gestellt, die sich ergeben haben.

 

Ich persönlich war sehr zufrieden mit der Lesung und freue mich schon auf den 23. April, wo ich in Leipzig beim "durstigen Pegasus" lesen darf. Langsam gewöhne ich mich daran und das ist sehr gut. Die nachfolgenden Lesungen können eigentlich nur besser werden.

 

Trotzdem möchte ich mich natürlich bei den Personen bedanken, die den Freitagabend mit mir zusammen erlebt haben! Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder...

 

Eure Nicky

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19. März 2012

 

Zu Anfang dieses Blogeintrags möchte ich gern ein Gedicht setzen, welches ich gestern geschrieben habe. Die Idee dazu kam, als ich in der Badewanne lag, also fragt mich nicht, was genau der Auslöser war: Ich habe keine Ahnung! Aber ein paar Sätze gingen mir nicht mehr aus dem Kopf, zu wenig für einen Roman, aber zu viel, um sie einfach zu vergessen. Das Resultat ist das hier:

 

Exit

Zwei ICEs auf dem Weg nach Nirgendwo.
Jeder fährt auf seiner Strecke,
Das Ziel im Kopf
Und Scheuklappen auf,
rechts und links – alles egal, nur geradeaus und weg.
Der Schaffner vergisst, die Weiche zu stellen.
Wir rasen aufeinander zu,
kollidieren, explodieren.
Staub und Trümmer und wir mittendrin,
Alles verbröckelt und du bist verletzt.
Hinter mir Feuer, versengende Hitze,
vor mir getürmt Maschinenteile
und Menschenkörper
und du bist am Leben und schaust mich an,
blutend, stöhnend, bettelnd.
Mit blauen Augen und verstörtem Gesicht.
Und es ist mir egal, was du sagst und wie weh es dir tut,
weil unsere Wege in verschiedene Richtungen gehen.
Unsere Ziele liegen so weit auseinander wie die Köpfe der Schaffner,
die es nicht geschafft haben,
sich aus dem Fenster zu retten.
Um dir zu helfen, müsste ich rauskommen.
Nicht nach hinten ins Feuer,
nicht nach vorn, um deine Hand zu halten
und dir zu beteuern, dass alles gut werden wird.
Ich suche den Notausgang,
auch wenn die Fenster schon eingeschlagen sind.
Meine Hände färben sich rot
Von Glassplittern
Und Blutresten fremder Leute,
vermischt auf meinen Fingerspitzen,
mit denen ich dich berührt habe.
Mein Notausgang heißt: weg von dir.
Bevor das Feuer mich einschließt,
der Rauch mich erstickt.
Aber keine Sorge: Ich habe schon Menschen vergessen,
die mir weniger bedeutet haben als du.

(Nicky Fee, 18.03.2012)

 

Das war es auch schon. Wie finde ihr es?

 

Desweiteren war letztes Wochenende die Leipziger Buchmesse, die auch ich an zwei Tagen besucht habe. Freitag mit dem Schriftstellerkollegen Hermann Borgerding, der mir auch geraten hat, dass mein Gedicht hier im Blog wahrscheinlich besser aufgehoben ist als bei Facebook. (Gute Idee - Warum bin ich nicht selbst drauf gekommen?!) Ich persönlich empfand Hermann als sehr angenehme Begleitperson, wir hatten Spaß, haben uns gut unterhalten und unsere Interessen lagen auch meist auf einer Ebene. Ihr solltet seine Homepage besuchen und seine Werke anschauen, ist definitiv einen Blick wert (oder zwei....).

Samstag ging es dann zur kurzen Lesung von Dirk Bernemann, der sich entschlossen hatte, um viertel nach Zwölf mittags einen "Kleinen Feigling" zu kippen. Beweisfoto hier:

Oh, oh, oh. Die Lesung hat mir dennoch sehr gefallen, alle Zuhörer haben Dirk Bernemann an den Lippen gehangen und das zu Recht. Hinterher gabs dann eine kleine Signierstunde, wo ich mir meinen ersten Roman hab signieren lassen, den ich je von ihm gelesen hatte: den Doppelband von "Ich hab die Unschuld kotzen sehen". Yeah! Später ist dann auch das im Bild zu sehende neue Buch "Trisomie so ich dir" in meinen Besitz übergangen. Lesen konnte ich es noch nicht, sogar eingeschweißt ist es noch, aber ich freue mich schon sehr darauf.

Abends war ich dann mit einer Frau aus meiner alten Fachoberschulklasse zur Buchlesung von Stefan Schwarz und seinem Buch "Das wird ein bisschen wehtun". Auch diese Lesung hat mir sehr gefallen, auch wenn das Buch mich nicht besonders angesprochen hat. Als Mensch war Stefan Schwarz sehr sympathisch.

 

Ein gelungenes Wochenende, jederzeit wieder!

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Kommentare: 2
  • #1

    Hermann Borgerding (Montag, 19 März 2012 17:34)

    Stimmt. Büchermesse am Freitag mit Dir war sehr angenehm. Nur: Ich heiße Hermann Borgerding (mit G). Muss ich mal eben anmerken, sonst findet mich ja niemand... Liebe Grüße,
    Hermann

  • #2

    Nickylein (Dienstag, 20 März 2012 12:21)

    Hehe, tut mir leid Hermann.. Ich hab dich ausversehen falsch geschrieben.. Ist korrigiert.. ;)

6. März 2012

 

Ich hatte mich ein bisschen rar gemacht und bitte dafür um Verständnis. In den letzten Wochen hatte ich viel um die Ohren und hab mir auch zusätzlich viele Aufgaben auferlegt, die ich machen wollte und immer noch will. Unter anderem möchte ich auf der Page zu Ninas Symphonie einen passwortgeschützten Bereich anlegen, auf den 3 Zusatzszenen kommen - für die fleißigen Leser unter euch. Das Passwort kann man nur kennen, wenn man das Buch gelesen hat, es findet sich nicht auf dem Buchrücken oder auf dieser Homepage. Seht es als kleinen Bonus. An diesen Szenen habe ich gearbeitet und diese auch fast abgeschlossen. Sie werden wohl in ein bis zwei Wochen online sein.

 

Desweiteren habe ich mich seit Januar mit kleinen Krankheiten rumgeplagt, die mich davon abgehalten haben, hier viel zu Wirken. Jetzt geht es mir besser und ich hoffe, dass ich euch mit mehr Informationen versorgen kann.

 

Nächste Woche ist Buchmesse und ich werde Freitag und Samstag auch vorbeischauen. Um welche Uhrzeit, weiß ich allerdings noch nicht. Nachmittags wird es wohl sein.

 

Seit Februar ist endlich mein zweiter Roman "Ninas Symphonie" im Handel erhältlich. Über die Seite zum Buch gelangt ihr zur Verlagsseite, wo ihr das Werk auch kaufen könnt. Ich freue mich riesig, dass es endlich draußen ist und natürlich auch über jeden Leser meines Werkes. Ihr könnt mir jederzeit eure Meinungen und Kritiken zusenden oder im Gästebuch hinterlassen.

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25. Januar 2012

 

Das Schreiben fällt mir derzeit endlich wieder leichter und ich bin fleißig am dritten Buch zu schaffen. In den letzten Wochen hatte ich mehrere Ideen für neue Bücher, weiß aber nicht, wann ich die bitteschön alle schrieben soll. Leider kann mir das keiner abnehmen, aber ich muss mir schon Notizen machen, damit ich später noch weiß, in welche Richtung diese Bücher gehen sollen. Sogar Buchtitel hab ich im Kopf, Charakternamen, Konversationen. Aber nicht zu dem Buch, an dem ich jetzt schreibe. Alles fleißig notieren, sonst komm ich durcheinander. Zwei Bücher gleichzeitig zu schreiben, das kriege ich nicht hin.

 

Langsam kommt die Normalität zu mir zurück, ich fühl mich wohler. Immerhin kann ich endlich wieder etwas schaffen und bald kommt die zweite Veröffentlichung. Viel Arbeit, die ich darin investiert habe und das war ja erst der Anfang. Der wirkliche Kampf beginnt mit der Veröffentlichung. Ich freue mich sehr drauf... Solange ich kämpfe, habe ich das Gefühl, etwas zu erreichen und zu tun und das kann nichts Schlechtes sein. Es fühlt sich richtig an.

 

Es gibt so viele Bücher zu lesen und zu schreiben... Bücher sind mein Leben und waren es schon so lange ich denken kann. Und sie werden sicherlich bis zum Ende mein Leben bereichern.

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6. Januar 2012

 

Jippi, 2012 ist endlich da und mein Musterbuch auch. Gestern kam es an und ich war sofort Feuer und Flamme. Das Cover gefällt mir diesmal auf Anhieb, schlicht aber schick. Ein paar kleine Änderungen werde ich vornehmen lassen, aber ansonsten wird es wohl so bleiben wie es ist. Hab gleich auf Arbeit damit rumgeprotzt, dass das Musterbuch da ist und war total glücklich. Meine Kollegen freuen sich für mich, genau wie meine Freunde, denen ich schon bescheid sagen konnte. Jetzt geht es daran, den letzten Korrekturlauf durchzuführen. Habe heute damit angefangen und komme gut voran, wenn man bedenkt dass ich zwischendurch arbeiten muss. Schon jetzt weiß ich, dass ich am Ende, wie bei jedem Durchlesen, Rotz und Wasser heulen werde, weil ich meine Charaktere so sehr liebe. Ich hoffe, euch wirds genauso gehen, wenn ihr "Ninas Symphonie" in den Händen haltet...

 

Eure Nicky

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29. Dezember 2011

 

Hallo meine lieben Leser. Ich hoffe, ihr habt die Feiertage gut überstanden, während ich immer noch auf das Musterexemplar meines zweiten Buches warte. Obwohl der Vertrag am selben Tag rausging wie letztes Jahr, ist das Musterbuch noch nicht hier. Beim letzten Mal war das anders, da hatte ich es genau zu Heiligabend in den Händen und konnte den aller-aller-allerletzten Korrekturlauf sofort beginnen. Scheinbar sind die Leute aus dem Verlag gerade auf Urlaub oder ich wurde hintenan gestellt. Wer weiß.

 

Falls es heute nicht ankommen sollte, werde ich an meinem dritten Buch weiterschreiben. Ein paar Seiten habe ich schon und langsam müsste ich weiterarbeiten, wenn es irgendwann fertig werden soll. Der Elan hat mir in letzter Zeit gefehlt, weil ich privat ein paar Probleme hatte und mich auf meine Arbeit konzentrieren musste. Zwar hab ich ab und zu das Notebook angeworfen, aber dann kamen mir keine Ideen. Nennen wir es eine kleine Schreibblockade. Hoffentlich habe ich diese jetzt überwunden, denn der Wunsch, weiterzuschreiben, brennt mir im Herzen. Wie so vieles anderes auch...

 

Mein Herz und auch das anderer Menschen aus meinem Umkreis, hat in letzter Zeit gelitten. Aber wir schaffen das schon, wenn wir zusammen nach vorn gucken, meint ihr nicht? Irgendwann kommen bessere Zeiten, vielleicht ja schon nächstes Jahr. Das wäre schön. Ein paar Wochen oder Monate, wo es allen einfach nur gut geht und man mit einem Lächeln aufsteht. Das wünsche ich mir und euch.

 

Bis bald,

eure Nicky

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24. Dezember 2011

 

Ich wünsche euch allen rechtherzlich ein schönes Weihnachtsfest und eine besinnliche Zeit! Lasst euch gut beschenken und genießt die freudige Stimmung mit eurer Familie und euren Liebsten, das wünsch ich euch von ganzem Herzen.

 

Eure Nicky Fee

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30. November 2011

 

Wie der Zufall (oder das Schicksal?!) so will, habe ich heute den Vertrag unterschrieben und der Brief ist bereit zum Abschicken. Beim Ausdrucken des Anschreibens habe ich gemerkt, dass ich genau heute vor einem Jahr den ersten Vertrag abgeschickt habe. Deswegen dieses Zufall oder Schicksal?! Hehehe... Man weiß es nicht so genau, aber ich sehe es als Zeichen, weil sich bei diesem Buch viele Zufälle zugetragen haben, wie ihr ab heute auf der Seite von "Ninas Symphonie" lesen könnt. Ich werde eine Unterseite erstellen zur Entstehungsgeschichte und das Wie und Warum und diese Zufälle/Schicksale für euch darlegen. Bitte lest es euch durch!

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29. November 2011

 

Am Wochenende ist der Vertrag für mein Buch angekommen, hab jetzt auch die Bestätigung meines Fotografen, dass ich ein neues Bild (Nicht ganz neu - aber ein anderes als im ersten Buch) ins Buch reinmachen darf. Es geht also voran und ich bin total happy. :)

 

Am meisten hab ich mich darüber gefreut, dass es beim Namen "Ninas Symphonie" bleiben darf, denn das war mein Wunschname. In den nächsten Tagen werd ich den Vertrag unterschrieben losschicken und hoffe, dass ich dann so schnell wie möglich das Musterbuch in den Händen halten kann.

Leider dauert es dann noch ein wenig, bis auch ihr die Geschichte um Nina, Jim und Sanders lesen könnt, aber ich beeile mich so gut ich kann. Versprochen! Ihr werdet die drei sicher genauso sehr lieben, wie ich es tue! Immer wenn ich an sie denke, tanzen rosarote Herzchen in meinem Zimmer umher..........

 

Ungefähr so:

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20. November 2011

 

Hallo meine Lieben!

 

Nachdem ich jetzt mein zweites Buch an den Verlag gegeben habe, möchte ich euch ganz gern eine kleine Charakterbeschreibung zu den Hauptpersonen geben. Um eure Neugier zu schüren oder erst aufflammen zu lassen. Ich werde mich hierbei auf die sechs Mitglieder meiner erfundenen Band „Shadow Wings“ beschränken, auch wenn es noch mehr handelnde Personen gibt. Diese sechs werdet ihr am besten kennenlernen, allen voran natürlich Nina, Jim und Sanders.

Der Name „Shadow Wings“ (Schattenflügel oder Schattenschwingen) ist eine Anspielung auf mein erstes Buch „Auf der Seite der Schatten“.

 

Nina – Gesang

Alter: 20

Nina ist der Mittelpunkt meiner Geschichte, aus ihrer Sicht erleben wir den größten Teil des Buches. Sie wird überraschenderweise als neues Mitglied in ihre Lieblingsband aufgenommen und darf an der Seite von Sanders singen, in den sie seit Jahren verliebt ist. Sie erzählt uns die Anfänge ihres Einstiegs und einzelne wichtige Etappen, wobei diese in der Vergangenheit spielen, weil Nina einen Gehirntumor hat und die meiste Zeit im Koma liegt.

Sie ist 19 Jahre alt, hat allerdings im Laufe des Buches Geburtstag, ihre Haare sind lang und rot gefärbt, ihre Augen strahlen hellgrün. Sie wohnt in Deutschland, spricht allerdings fließend Englisch und zieht später nach Miami. In der Beziehung, die sie mit Jim eingeht, findet sie ihre Lebensaufgabe: Ihn glücklich zu machen. Nina verträgt keinen einzigen Tropfen Alkohol, ohne davon einen Filmriss zu bekommen.

Zu ihren Charaktereigenschaften zählen: humorvoll, spontan, lebensfroh (mit leichtem Hang zur Dramatik und Theatralik), nachdenklich, zurückhaltend, friedliebend, unsicher, zärtlich, akzeptierend, anpassungsfähig, nicht nachtragend

 

Jim – E-Gitarre

Spitzname: Jimmy, Jimbo

Alter: 25

Jim hat sich ein Jahr zuvor von seiner damaligen Frau Susan scheiden lassen und ist nun in einer Beziehung mit Nina. Da in diesem einen Jahr immer wieder Frauen versucht hatten, über Jim an Sanders heranzukommen, hat er eine starke Abneigung gegen den Sänger der Band entwickelt. Er glaubt Nina anfangs nicht, dass sie Gefühle für ihn entwickelt hat, weil sie jahrelang in Sanders verliebt gewesen war.

Ursprünglich kommt Jims Familie aus Laos, was sich in seinen asiatischen Gesichtszügen widerspiegelt, seiner dunklen Haarfarbe und seinen dunkelbraunen Augen. Er ist Christ und würde für seine Familie und seine Beziehung alles hinwerfen, deswegen bleibt er die ganze Zeit bei Nina im Krankenhaus und steht ihr bei. Jim ist fast zwei Köpfe größer als Nina und hat ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen. Er führt bei den meisten Clips der Band die Regie.

Zu seinen Charaktereigenschaften zählen: Humorvoll, verspielt, zärtlich, romantisch, Familien-Mensch, kreativ, Spontan, nachtragend, eifersüchtig, einnehmend, hoffnungsvoll, unsicher, leichte Platzangst in Fahrstühlen, verschlossen

 

Sanders – Gesang

Spitzname: Sandy

Alter: 28

Sanders ist erst kurz nach der Bandgründung zu den anderen gestoßen. Seine Stimme ist kraftvoll und sanft zugleich. Er ist mit Lynn verheiratet und hat zwei Kinder mit ihr, einen Jungen (Alex) und ein Mädchen. Durch sein divenhaftes Auftreten und seinem Drang, sich zum Mittelpunkt jeder Konversation zu machen, gibt es oft Probleme in seiner Ehe. Er versteht die Beziehung zwischen Jim und Nina nicht und möchte eine heiße Nacht mit Nina verbringen, weil sie ihn zweimal abblitzen lässt. Drei Szenen im Buch sind aus Sanders’ Sicht geschrieben, die seinen wahren Charakter zeigen, seine Verlogenheit und seinen Egoismus. Er scheint weder ein Gewissen, noch ein Herz zu haben. Er ist genauso groß wie Nina.

Zu seinen Charaktereigenschaften zählen: egoistisch, nachtragend, direkt, theatralisch, zweideutig, starke Zuneigung zu Alkohol, Koffein und Tabak, Stimmungsschwankungen unterworfen, genervt

 

Skip – Keyboard/Klavier, rappt

Alter: 27

Skip hat die Band „Shadow Wings“ gegründet und ist somit der Boss. Er ist mit Sarah verheiratet und hat einen Sohn namens Seth. Er redet gern in einem leichten Ghetto-Slang, der Nina den letzten Nerv raubt. Seine Haare sind immer bunt gefärbt, die Augen hellbraun und groß, sodass sie wirken, als fielen sie ihm aus den Höhlen. Skip kümmert sich gleichermaßen ums Geschäft und darum, dass es den Mitgliedern seiner Band gut geht. Man merkt allerdings, dass im Zweifelsfall die Karriere für ihn vorgeht.

Zu seinen Charaktereigenschaften zählen: einfühlsam, ausgeprägter Geschäftssinn, kreativ, einnehmend

 

Lennox – Bass-Gitarre

Spitzname: Len

Alter: 27

Len hat eine Freundin, auf die im Buch nicht großartig eingegangen wird. Man sieht ihn die meiste Zeit mit seinem Handy in der Hand, weil er immer etwas zu erzählen hat. Auf der Bühne ist er sehr stürmisch und stolpert sehr oft, weswegen sich Nina um ihn sorgt. Seine Stirn ist immer in Falten gezogen, auch wenn er keine Probleme hat. Sein Haar ist naturrot und kurz und er ist größer gewachsen als die anderen Bandmitglieder.

Zu seinen Charaktereigenschaften zählen: redet viel und schnell, sorgenfrei, stürmisch, sympathisch, oft einfallslos und wenig kreativ

 

Randall - Schlagzeug

Spitzname: Rush

Alter: 26

Randall wird die ganze Zeit über Rush genannt, erst am Ende des Buches erfährt man seinen wahren Namen. Er hat mittellanges braunes Haar, Bart an Unter- und Oberlippe, und zierliche Hände. Rush ist als einziger Solo und er hasst es, zu telefonieren.

Zu seinen Charaktereigenschaften zählen: schweigsam, in sich gekehrt, redet nur in kurzen Sätzen und so wenig wie möglich, feinfühlig

 

Das sollte für den Anfang reichen. Falls ihr noch mehr wissen wollt, genügt eine kurze Nachricht an mich und es wird sofort nachgeholt.

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  • #1

    Opferente (Montag, 21 November 2011 13:57)

    Es klingt wirklich sehr sehr Interessant, bin schon sehr auf die Story die diese Menschen miteinander verknüfpt gespannt:)

19. November 2011

 

Es ist soweit, heute habe ich die letzten Arbeiten an meinem zweiten Buch (Ninas Symphonie - vorläufiger Titel, falls der Verlag ihn noch ändern möchte) beendet und das Ganze an den Engelsdorfer Verlag geschickt, weil ich schon bei der ersten Veröffentlichung positive Erfahrungen mit diesem Verlag sammeln durfte. Ich hoffe, dass ich nächste Woche schon ein kleines Feedback bekomme und dann auch bald der Vertrag hier ankommt, damit ich ihn unterschreiben und die Kurbel sich weiterdrehen kann. Viele Monate habe ich mit Nina, Jim und Sanders gelitten, mit ihnen geweint und gelacht, Erinnerungen und Gedanken und Erlebnisse geteilt, sodass sie ein Teil meines Lebens und auch meines Herzens geworden sind. Ich werde diese drei Charaktäre schrecklich vermissen, aber ewig kann ich ja nicht weiterarbeiten, ohne dass es fertig wird. Ich hoffe, dass euch der Stoff auch gefallen wird. In meinen Augen ist das Buch perfekt.

 

Es fiel mir sehr schwer, die Mail vorhin loszuschicken und das Kapitel damit zu beenden, wirklich sehr schwer. Ich hab Sturzbäche geheult heute, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Gleichzeitig bin ich froh und stolz, mein zweites Buch herausbringen zu können. Diese drei Namen von den Hauptpersonen werden wieder, wie die Namen Juna und Crystall aus meinem ersten Buch, ihren Weg auf meine Haut finden. Aber weil ich sie so sehr liebe, überlege ich, ob dieses Tattoo nicht ein wenig größer ausfallen sollte. Was meint ihr?

 

Jim wird mir am meisten fehlen... Oder doch Sanders? Oder die verrückte kleine Nina? Ich kann mich nicht entscheiden. Gleich kommen wieder die Tränen. Vor Freude und Abschiedsschmerz. Naja, bald beginnt dann ein neues Kapitel, ein neues Buch, in das ich mich stürzen werde. Seid gespannt!

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17. November 2011

 

Das Wetter wird, entgegen meiner Hoffnungen und Wünsche, nicht besser  und man möchte am liebsten einfach im Haus bleiben. Ein Glück, dass ich heute frei habe und einiges an "Ninas Symphonie" überarbeiten und durchschauen muss, sodass die Kälte nicht allzu stark zu mir durchdringen wird. Ich hab mir vorgenommen, heute mit meinem zweiten Buch endlich abzuschließen. Was ich bisher gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen und ich bin mir sicher, dass es euch auch gefallen wird. Mit jeder Seite steigt mein Selbstvertrauen und der Stolz schwillt in meinem Brustkorb an.

 

Heute steht aber noch mehr an: Ich werde ein neues Youtube-Video drehen und darin den Winter-Tag beantworten. Habe mir gestern schon Gedanken über meine Antworten gemacht. Ob ichs heute noch schaffe, das fertige Video dann hochzuladen, steht in den Sternen. Aber ich kann ja nebenbei weiter am Buch arbeiten. Soweit ich mitbekommen habe, stört Word den Youtube-Upload nicht.

 

Solange ich an Ninas Geschichte arbeite, läuft die Musik von Gray Daze im Hintergrund. Ein kleiner Einblick für euch:

Das ist eines meiner Lieblingslieder der alten Band von Chester Bennington. Habe sogar die beiden CDs (1994 & 1997) mit einer Unterschrift des Guitarristen Mace Beyers ergattert, worauf ich sehr stolz bin. Ich hör mir die Songs immer sehr gern an, wenn ich mal ein bisschen Entspannung brauche. Vielleicht gefällt euch das da oben ja auch, das würde mich freuen.

 

Jetzt gibt es erstmal ein umfangreiches Frühstück. Derzeit esse ich sehr viel vormittags, vor allem Obst und Gemüse. Wie ich schon auf ner anderen Seite hier geschrieben habe, Vitamine rocken. ;)

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15. November 2011

 

Heute ist ein sehr kalter, grauer Herbsttag, auch jetzt um die Mittagszeit, und ich habe beschlossen, einen kleinen Internetblog auf meiner Homepage mit einzubauen. Es ist nicht das erste Mal, das ich einen solchen führe, aber mein erster auf Freenet.de ist nicht mehr zugänglich. Anfangs konnte ich nur über meinen Standartbrowser nicht darauf zugreifen, mittlerweile geht es gar nicht mehr. Und ich vermisse das Schreiben ein wenig. Auch dient der Blog dazu, dass ihr mich besser kennenlernt und vielleicht auch versteht, dass wir uns über Theme unterhalten können, die uns alle bewegen oder auch nicht. Ich werde schauen, wie ihr darauf reagiert. Schön wäre es, wenn ihr die Idee gut findet und mir ein positives Feedback dazu gebt.

 

Ich werde auch, wenn es sich ergibt, Lieder, Liedtexte, Gedichte oder Bilder mit einfließen lassen, um das Ganze ein wenig persönlicher zu gestalten.

 

Mein Vater ist mittlerweile seit 10 Jahre nicht mehr am Leben, aber heute ist sein Geburtstag und da spüre ich ihn besonders nah bei mir. Es geht mir erstaunlich gut heute, was in den letzten Tagen nicht der Fall gewesen war. Ich habe immer Angst vor Tagen wie diesen, aber wenn sie dann da sind, ist es okay. Der Schmerz ist auszuhalten, nicht stärker als sonst auch. Die schemenhaften Erinnerungen durchfließen meinen Körper, manchmal muss ich sogar schmunzeln, manchmal stehen  mir die Tränen in den Augen. Das ist auch gut so, oder? Er fehlt mir sehr.

 

Vorhin habe ich über das Buchschreiben nachgedacht. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch schreiben kann, weil jeder auch etwas zu sagen hat. Jeder von uns hat Erlebnisse und Erfahrungen und Gedankengänge, die es sich lohnen würde, aufzuschreiben. Aber nur die wenigsten finden den Ansporn dazu, die Zeit oder auch den Mut. Viele denken, dass es keinen interessiert, was sie zu sagen haben oder haben Angst, auf Kritik zu stoßen. Dabei ist Kritik nichts schlimmes, sie bringt einen sogar voran und man lernt, es besser zu machen. Oder sie führt zu neuen Erlebnissen, die sich wiederum zum Aufschreiben lohnen und so weiter. Versteht ihr mich?

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